Magendrehung beim Hund

Vorweg gesagt, ganz verhindern kann man es leider nicht.
Aber man kann Vorsichtsmaßnahmen treffen und bei entsprechender Kenntnis, die Notsituation rechtzeitig erkennen, wenn man die Signale richtig deutet.

Das ein Hund nach dem Essen nicht toben oder springen sollte, ist wohl selbstverständlich.

Als unsere geliebte Britta ( siehe unter Unvergessen) zu uns kam, folgte ich dem Rat des Züchters, Britta einmal am Tag zu füttern.
Kurz vor ihrem 7. Geburtstag war Britta abends nach dem Essen irgendwie verändert. Mir fiel auf, dass sie traurig schaute und obwohl sonst aufs Wort hörend, kam sie nicht, als ich sie rief.
Von einer Magendrehung und der damit verbundenen lebensbedrohlichen Notsituation hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört.
Sie zeigte ansonsten keinerlei Anzeichen, wie schlecht es ihr zu dem Zeitpunkt bereits gegangen sein muss, sonst wäre ich doch selbstverständlich s o f o r t zum Tierarzt gefahren.

Am nächsten Morgen fing sie an zu würgen und erbrach Schaum.
Sofort machte ich mich mit ihr auf den Weg zum Tierarzt, denn nun war klar, es stimmte etwas nicht.

Die Fahrt hat sie nicht mehr überlebt.

Eine Obduktion ergab, dass Britta an einer Magendrehung verstorben ist.
Nach Auskunft der Tierärztin hat es an ein Wunder gegrenzt, dass Britta am nächsten Morgen überhaupt noch gelebt hat, denn normaler Weise sterben die Hunde bereits wenige Stunden später an Kreislaufversagen.
Eine Notoperation, in der der Magen wieder zurückgedreht wird, kann, wenn überhaupt, nur noch innerhalb von max. 2-3 Stunden nach dem Vorfall Erfolg versprechen.

Ich habe mich dann sehr intensiv mit der Problematik „Magendrehung beim Hund“ auseinandergesetzt und als Vorsichtsmaßnahme sowohl Debby, als auch meine jetzige Hündin Lyka 2 x am Tag gefüttert, damit die Futtermenge gering bleibt und der Magen nicht so stark gefüllt wird.

Niemals hätte ich gedacht, dass sich eine solche Tragödie nochmals wiederholen könnte.
Aber es sollte anders kommen.

Am letzten Sonntag im September 2007, Lyka war gerade 2 ½ Jahre alt, zeigte sie nach dem Abendessen ein ungewöhnliches Verhalten. Sie wollte auf die Wiese, wo sie sich sofort fallen ließ und liegen blieb. Auf mein Rufen, sie solle reinkommen, reagierte sie nicht.
Voller Entsetzen erinnerte ich mich an Brittas Verhalten an ihrem letzten Abend, den sie bei uns sein durfte.
Sofort fuhr ich zum Tierarzt und das Röntgenbild bestätigte meinen schrecklichen Verdacht. Lyka hatte eine Magendrehung und zwar so schlimm, dass sie ohne sofortige Notoperation die nächste Stunde nicht mehr überlebt hätte.
Glücklicherweise konnte sie von der Tierärztin Frau Christina Wessling und ihrem Team gerettet werden.

Anzeichen einer Magendrehung
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•  der Hund verhält sich auffällig nach dem Essen
•  - er wirft sich auf den Boden
•  - er würgt, kann aber nicht erbrechen
•  - er erbricht Schaum
•  - der Bauch bläht auf

Vorbeugung
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Zur Risikoreduzierung bekommt meine Langhaarschäferhündin Lyka ihr tägliches Futter in 3 Portionen eingeteilt. Des weiteren verfüttere ich überhaupt kein Trockenfutter mehr. Ihr Wassernapf ist immer nur zu einem Drittel gefüllt, damit sie nicht zu viel Wasser auf einmal trinken kann.

Eine Magendrehung wird wahrscheinlich begünstigt durch eine entsprechende Veranlagung.
Nur 3 Monate nach Lykas glücklicher Rettung verstarb ihre Schwester Leonie an einer Magendrehung.